Es begann schon bei der Anfahrt zu regnen. Bald ging der Regen in Schnee über, und kurz nach Vals mussten wir bereits die Schneeketten aufziehen.Und das am 8. Oktober !
So kamen wir, wenn auch nur im Schritt-Tempo, dennoch bis zur Ochsenstaffel, wo unter der kundigen Leitung unseres Hüttenchefs bald gesägt, gespalten und in die bereitstehenden Boxen eingefüllt wurden.
Gute sechs Stunden waren wir im Schneegestöber tätig, bevor wir uns zum wohlverdienten Nachtessen, hinauf zur Läntahütte begaben. Inzwischen war die Schneehöhe auf rund 30 Zentimeter angestiegen, was den Weg hinauf zur Hütte schon recht beschwerlich machte.
Doch die Mühen wurden mit einem feinen Nachtessen von Thomas und seiner Mutter Hanny aufs Beste belohnt.
Am nächsten Morgen betrug die Schneehöhe bereits gute 80 Zentimeter. Dennoch beschlossen wir, zu unseren Autos abzusteigen, um die Heimreise anzutreten. Mühsam spurten Thomas und Patrick abwechselnd denWeg. Oft sanken sie bis zur Hüfte ein !
Doch wir kamen nur bis zur Lampertsch Alp. Unsere Verantwortlichen hielten Rat - und beschlossen umzukehren, denn die Lawinengefahr war zu gross. Zudem schien die Wahr-scheinlichkeit klein, dass wir unsere Autos von der Ochsenstaffel wegbringen konnten.
Und so stapfte denn die ganze Holzergruppe, zusammen mit Regula und Jürg Witzig, die im Auftrag der Hüttenkommission zur Abklärung von haustechnischen Installationen ebenfalls auf der Länta weilten, wieder hinauf zur Hütte.
In der Nacht regnete es, was die Lawinengefahr massiv erhöhnte. Der Entscheid unserer Verantwortlichen war klar : Wir hatten einen weiteren Tag auf der Länta zu verbringen.
Am Montagmittag, es regnete immer noch, begaben sich Thomas und Patrick ins Tal.
Mühsam schaufelten sie die Fahrzeuge und den Weg frei. Und am späteren Nachmittag, es hatte inzwischen aufgehört zu regnen, kam die erlösende Nachricht, dass sie wenigstens ein Auto bis zum Restaurant Zerfreila gebracht hätten und somit der Weg wieder befahrbar sei.
Auch für uns war der Weg, hinunter zur Ochsenstaffel begehbar, doch die Fahrt mit dem Laster, entlang dem Stausee und hinauf zur Kapelle erforderte die volle Konzentration unseres Hüttenchefs. Aber auch diese Aufgabe meisterte er mit Bravour.
Ereignisreiche Tage hatten ihr gutes Ende gefunden.
Wer auch einmal Aussergewöhnliches auf der Länta erleben möchte, der merke sich schon heute das nächste Holz - Frondienstwochenende, es ist das Wochenende vom 06./07. Oktober 2012 .
Text: Fritz Steinmann
Photos: Eugen Schmitter
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